ProjektIBIMOS – Untersuchung transienter physiologischer Biomarker für fortschreitende Myopie durch gezielte und…

Grunddaten

Akronym:
IBIMOS
Titel:
Untersuchung transienter physiologischer Biomarker für fortschreitende Myopie durch gezielte und multi-exzentrische optische Stimulation
Laufzeit:
01.01.2026 bis 31.12.2029
Abstract / Kurz- beschreibung:
Die Myopie stellt ein globales Gesundheitsproblem dar, da ihre
Prävalenz den Prognosen zufolge stetig zunehmen wird. Obwohl bei
den Methoden zur Myopiekontrolle (MK) erhebliche Fortschritte erzielt
wurden, sind die optischen und molekularen Mechanismen der
Entstehung und des Fortschreitens der Myopie noch nicht vollständig
geklärt. Bisherige Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass die
Bildeigenschaften optischer Reize auf der Netzhaut eine zeitlich
begrenzte Verdünnung oder Verdickung der Aderhaut auslösen, die
sogenannte transiente Aderhautreaktion (transient choroidal
response, TCR). Hält diese Stimulation länger an, kann sie zu
Veränderungen in der Länge des Auges führen, die möglicherweise
die Entstehung oder das Fortschreiten von Myopie begünstigen.
Daher wird die TCR als Biomarker für das Fortschreiten der Myopie
herangezogen. Jedoch sind noch nicht alle Eigenschaften der TCR
vollständig verstanden. Die Grundlagenforschung in diesem Antrag
basiert auf den folgenden Hypothesen: (1) Die TCR hängt von den
Bildeigenschaften des retinalen Stimulus ab; (2) Optische
Hochgeschwindigkeits-Bildgebung kann die TCR mit hoher zeitlicher
Auflösung in der Netzhautperipherie messen, einem Ort, der für
optische Interventionen zur MK von hohem Interesse ist; (3) Das
Verständnis der Auswirkungen von z. B. Kontrast oder optische
Defokussierung, auf die TCR kann die Entwicklung effektiverer,
individualisierter optischer MK ermöglichen. Ziel dieses Projekts ist
es, die Beziehungen zwischen den Bildeigenschaften retinaler Reize
und den aus der TCR abgeleiteten Biomarkern zu bestimmen.
Konkret schlagen wir vor, den Augenhintergrund neben fokussierten
fovealen auch mit peripheren Reizen zu stimulieren und die TCR zu
messen. Dieser Ansatz simuliert die Darbietung von Reizen bei den
derzeitigen MK, die jedoch häufig nicht in der Lage sind, die periphere
Bildgüte zu gewährleisten. Deshalb werden wir die Technologie der
adaptiven Optik nutzen, um die Aberrationen zu kontrollieren. Dies
erlaubt uns, die Eigenschaften der Reize auf der Netzhaut zu
verbessern. Außerdem werden wir die TCR mit einem speziell
angefertigten optischen Kohärenztomographiesystem messen,
simultan zur Netzhautstimulation. Die Integration beider Technologien
in ein einziges Instrument wird eine häufige Einschränkung, um die
anatomischen Strukturen des Augenhintergrunds zu untersuchen (die
Unterbrechung der Stimulation), überwinden. Dieses Projekt wird
unser Verständnis der Licht-induzierten Mechanismen, die an der
Entwicklung der Myopie beteiligt sind, verbessern. Das wichtigste
erwartete Ergebnis dieser umfassenden Studie ist die Identifizierung
von Schlüsselmerkmalen der optischen Reize, die für Veränderungen
der Aderhautdicke verantwortlich sind und die mit einem langfristigen
abnormalen Wachstum des Augapfels in Verbindung stehen könnten.
Darüber hinaus könnten die aus dieser Forschung gewonnenen
Erkenntnisse den Klinikern zugutekommen, indem sie zu
individuelleren MK-Lösungen führen.
Schlüsselwörter:
Augenheilkunde
ophthalmology

Beteiligte Mitarbeiter/innen

Leiter/innen

Medizinische Fakultät
Universität Tübingen
Department für Augenheilkunde
Kliniken und klinische Institute, Medizinische Fakultät
Department für Augenheilkunde
Kliniken und klinische Institute, Medizinische Fakultät

Lokale Einrichtungen

Forschungsinstitut für Augenheilkunde
Department für Augenheilkunde
Kliniken und klinische Institute, Medizinische Fakultät

Geldgeber

Bonn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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