ProjektTagung „Morphologische Norm und Variation in der modernen ukrainischen Sprache“ 19.-20. Februar 2025, Slavisches…
Grunddaten
Titel:
Tagung „Morphologische Norm und Variation in der modernen ukrainischen Sprache“ 19.-20. Februar 2025, Slavisches Seminar Universität Tübingen
Laufzeit:
19.02.2026 bis 20.02.2026
Abstract / Kurz- beschreibung:
Zusammenfassung:
Tagung im Bereich der Ukrainistik an der Universität Tübingen am 19.2.-20.2.2026
• Thema: Morphologische Norm und Variation in der modernen ukrainischen Sprache
• Ziel: eine deutsch-ukrainische Initiative zur Erforschung der deskriptiven
morphologischen Norm im Ukrainischen zu gründen
• Teilnehmende: 17 Linguist:innen aus der Ukraine und dem westlichen Europa
• Format: 14 Vorträge à 30 Min. plus 3 Keynote Vorträge à 60 Min. (jeweils mit Diskussion)
Die für Februar 2026 geplante Tagung „Morphologische Norm und Variation in der modernen ukrainischen Sprache“, die von Mitgliedern des Slavischen Seminars der Universität Tübingen und des Fachbereichs Linguistik/Slavistik der Universität Konstanz organisiert wird, knüpft an die kontroversen Debatten über den normativen Status morphologischer Varianten im Ukrainischen an. Diese Debatten werden seit Jahrzehnten in der ukrainischen Sprachwissenschaft geführt und haben sich in jüngster Zeit aufgrund eines gestiegenen Bewusstseins für Sprachstandardisierung intensiviert. Das gegenwärtige Standardukrainisch bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen normativer Festschreibung und funktionaler Variation. Einerseits entspricht die aktuelle Sprachpraxis angesichts erheblicher Veränderungen der Sprachsituation nicht den kodifizierten Normen. Andererseits steht der Kodifizierungsprozess selbst unter dem Druck kontroverser ideologischer Tendenzen. In kaum einem anderen Bereich der Sprachanalyse zeigt sich dieses Spannungsverhältnis so deutlich wie in der Morphologie. Aufgrund sprachgeschichtlicher Gegebenheiten verfügt das Ukrainische über eine Vielzahl morphologischer Varianten, deren Kodifizierung in Referenzgrammatiken, Handbüchern und Sprachratgebern stark ideologisiert ist und häufig nicht dem tatsächlichen Sprachgebrauch entspricht. Vor diesem Hintergrund klafft in der Ukrainistik eine Forschungslücke. Es fehlen systematische, datengestützte Untersuchungen zu morphologischen Varianten im Sprachgebrauch. Diese sollten die Häufigkeit der Varianten sowie die inner- und außersprachlichen Bedingungen ihrer Verwendung dokumentieren und sie dadurch im Verhältnis zur präskriptiven Norm verorten.
Ziel der Tagung ist es, den Gegensatz zwischen deskriptiver und präskriptiver morphologischer Norm im Ukrainischen zu thematisieren sowie eine deutsch-ukrainische Initiative zur Erforschung der deskriptiven morphologischen Norm zu gründen. Dabei wird der in der bisherigen Forschung vernachlässigte Aspekt der empirischen Methoden besonders berücksichtigt. Durch die Zusammenführung der Expertise ukrainischer Forscher mit den Erfahrungen westeuropäischer Linguisten im Bereich neuester korpus-, computer- und psycholinguistischer Methoden eröffnen sich vielfältige Perspektiven für die ganzheitliche Erfassung morphologischer Varianten im Sprachgebrauch. Eine genauere morphologische Beschreibung des Ukrainischen kann als Grundlage für einen faktenbasierten Vergleich mit anderen slawischen Sprachen dienen. Dies ermöglicht eine exaktere linguistische Verortung des Ukrainischen im slawischen Sprachraum und darüber hinaus in typologischer Hinsicht. Gleichzeitig kann die Tagung als Stimulus zu weiteren internationalen Forschungsprojekten im Bereich der Ukrainistik gesehen werden.
Tagung im Bereich der Ukrainistik an der Universität Tübingen am 19.2.-20.2.2026
• Thema: Morphologische Norm und Variation in der modernen ukrainischen Sprache
• Ziel: eine deutsch-ukrainische Initiative zur Erforschung der deskriptiven
morphologischen Norm im Ukrainischen zu gründen
• Teilnehmende: 17 Linguist:innen aus der Ukraine und dem westlichen Europa
• Format: 14 Vorträge à 30 Min. plus 3 Keynote Vorträge à 60 Min. (jeweils mit Diskussion)
Die für Februar 2026 geplante Tagung „Morphologische Norm und Variation in der modernen ukrainischen Sprache“, die von Mitgliedern des Slavischen Seminars der Universität Tübingen und des Fachbereichs Linguistik/Slavistik der Universität Konstanz organisiert wird, knüpft an die kontroversen Debatten über den normativen Status morphologischer Varianten im Ukrainischen an. Diese Debatten werden seit Jahrzehnten in der ukrainischen Sprachwissenschaft geführt und haben sich in jüngster Zeit aufgrund eines gestiegenen Bewusstseins für Sprachstandardisierung intensiviert. Das gegenwärtige Standardukrainisch bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen normativer Festschreibung und funktionaler Variation. Einerseits entspricht die aktuelle Sprachpraxis angesichts erheblicher Veränderungen der Sprachsituation nicht den kodifizierten Normen. Andererseits steht der Kodifizierungsprozess selbst unter dem Druck kontroverser ideologischer Tendenzen. In kaum einem anderen Bereich der Sprachanalyse zeigt sich dieses Spannungsverhältnis so deutlich wie in der Morphologie. Aufgrund sprachgeschichtlicher Gegebenheiten verfügt das Ukrainische über eine Vielzahl morphologischer Varianten, deren Kodifizierung in Referenzgrammatiken, Handbüchern und Sprachratgebern stark ideologisiert ist und häufig nicht dem tatsächlichen Sprachgebrauch entspricht. Vor diesem Hintergrund klafft in der Ukrainistik eine Forschungslücke. Es fehlen systematische, datengestützte Untersuchungen zu morphologischen Varianten im Sprachgebrauch. Diese sollten die Häufigkeit der Varianten sowie die inner- und außersprachlichen Bedingungen ihrer Verwendung dokumentieren und sie dadurch im Verhältnis zur präskriptiven Norm verorten.
Ziel der Tagung ist es, den Gegensatz zwischen deskriptiver und präskriptiver morphologischer Norm im Ukrainischen zu thematisieren sowie eine deutsch-ukrainische Initiative zur Erforschung der deskriptiven morphologischen Norm zu gründen. Dabei wird der in der bisherigen Forschung vernachlässigte Aspekt der empirischen Methoden besonders berücksichtigt. Durch die Zusammenführung der Expertise ukrainischer Forscher mit den Erfahrungen westeuropäischer Linguisten im Bereich neuester korpus-, computer- und psycholinguistischer Methoden eröffnen sich vielfältige Perspektiven für die ganzheitliche Erfassung morphologischer Varianten im Sprachgebrauch. Eine genauere morphologische Beschreibung des Ukrainischen kann als Grundlage für einen faktenbasierten Vergleich mit anderen slawischen Sprachen dienen. Dies ermöglicht eine exaktere linguistische Verortung des Ukrainischen im slawischen Sprachraum und darüber hinaus in typologischer Hinsicht. Gleichzeitig kann die Tagung als Stimulus zu weiteren internationalen Forschungsprojekten im Bereich der Ukrainistik gesehen werden.
Schlüsselwörter:
Tagung
conference
Sprachwissenschaft
linguistics
Ukrainistik
Beteiligte Mitarbeiter/innen
Leiter/innen
Slavisches Seminar
Fachbereich Neuphilologie, Philosophische Fakultät
Fachbereich Neuphilologie, Philosophische Fakultät
Slavisches Seminar
Fachbereich Neuphilologie, Philosophische Fakultät
Fachbereich Neuphilologie, Philosophische Fakultät
SFB 833 - Bedeutungskonstitution: Dynamik und Adaptivität sprachlicher Strukturen
Sonderforschungsbereiche und Transregios
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Fachbereich Neuphilologie
Philosophische Fakultät
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Lokale Einrichtungen
Slavisches Seminar
Fachbereich Neuphilologie
Philosophische Fakultät
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Geldgeber
Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland