ProjektFdZ – Formen der Zeit. Zur Erfindung der Zeitmatrix im Mittelalter

Grunddaten

Akronym:
FdZ
Titel:
Formen der Zeit. Zur Erfindung der Zeitmatrix im Mittelalter
Laufzeit:
01.01.2026 bis 31.12.2028
Abstract / Kurz- beschreibung:
Wie, wann und wo wurde die Entität der Zeit erstmals visuell auf einer zweidimensionalen Fläche dargestellt? In Wissenschaft und Technologie ermöglicht die diagrammatische Konfiguration von Zeitlichkeit, komplexe Informationen anschaulich und strukturiert zu vermitteln. Das Forschungsprojekt FORMEN DER ZEIT untersucht die Entstehung temporaler Ordnungsmatrizen im Mittelalter. Ausgangspunkt ist die These, dass sich die diagrammatische Visualisierung von Zeit im 9. Jahrhundert in quadrivialen Wissenskontexten herausbildete. Anhand zweier Manuskriptgruppen aus dem 9. und 10. Jahrhundert werden die Voraussetzungen und Kontexte für die Entwicklung neuer Darstellungsmodelle zeitlicher Strukturen interdisziplinär analysiert. Im Zentrum steht die Frage, wie Strategien zur Visualisierung des Ephemeren auf der zweidimensionalen Fläche entwickelt wurden und welche Konsequenzen sich daraus für die Wissensfelder der Geometrie, Arithmerik, Kosmologie und Musik ergaben. So leistet das Projekt einen Beitrag zur Erforschung einer grundlegenden Kulturtechnik, deren moderne Ausprägungen – etwa in Notationssystemen zeitlicher Abläufe – die Darstellung von Entwicklungszusammenhängen, physiologischen Rhythmen oder komplexen Mehrstimmigkeiten erst ermöglichen.
Schlüsselwörter:
Wissensgeschichte
Paläographie
Temporalität
Diagrammatik
Epistemologie

Beteiligte Mitarbeiter/innen

Leiter/innen

Kunsthistorisches Institut (KHI)
Fachbereich Altertums- und Kunstwissenschaften, Philosophische Fakultät

Lokale Einrichtungen

Kunsthistorisches Institut (KHI)
Fachbereich Altertums- und Kunstwissenschaften
Philosophische Fakultät

Geldgeber

Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland
Hilfe

wird permanent gelöscht. Dies kann nicht rückgängig gemacht werden.